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Am Freitag, den 1. Mai um 5:00 Uhr fuhren wir los nach Italien. Das frühe Aufstehen fiel mir, dank der grossen Vorfreude, recht einfach. Die Fahrt bis zur Grenze war sehr ruhig. Im hinteren Teil vom Bus waren wir am dösen, während MoMo mit dem fahrenden Andy quatschte. In Italien wollte Andy unbedingt in den ersten Autogrill. Dort trafen wir auf Noemi und Rolf, die separat angefahren sind. Bei der Weiterfahrt kamen wir recht schnell in den Stau. Über 2 Stunden mussten wir nur noch über die Autobahn schleichen. Schliesslich haben wir doch noch die Strecke nach San Fermo geschafft und sahen uns als erstes den Landeplatz an.Dort sind wir dann auch noch auf Johos (Kari und Mario) gestossen. Der Platz war relativ gross, stand aber im Lee. Andys Ziel war jedoch, dass alle eine Toplandung machen.

sanfermobg1Am Startplatz angekommen stieg Andy Flühler in sein Gurtzeug und gab uns Instruktionen übers Rückwärtsstarten. Nun mussten wir alle ran. Ca. eine Stunde, versuchten wir, Andy in seinem Rückwärtsstart zu imitieren. Dabei wurden wir ständig gefilmt. Später durften wir in die Luft. Ich hatte leider nicht den Thermikriecher und musste beim ersten Flug eine Aussenhanglandung hinlegen. Zu Fuss ging ich aber wieder zum Startplatz. Beim zweiten Flug habe ich lange gekämpft, musste aber dann doch unten im Tal landen. Noemis Freude über mein Absaufen war gross, da sie so nicht mehr alleine warten musste. Bald wurden wir aber abgeholt.

Oben angekommen fing es an zu Regnen. Die anderen waren bereits im Restaurant am Bierchen trinken. Das Wetter verbesserte sich aber innert kurzer Zeit und wir konnten noch einen Abendflug wagen. An der Westflanke des Berges ging es auch zügig nach oben. Die ruhige Thermik und die untergehende Sonne haben alle sehr genossen. Als die Thermik aussetzte, waren einige zu tief, um eine Toplandung zu machen, so entschieden sich die meisten, unten im Tal landen zu gehen. Natürlich hat uns Fritsch mit dem Bus abgeholt und ins Hotel gefahren.

sanfermomichuNach nächsten Morgen machten wir uns nach der Videoanalyse über die Rückwärtsstarts auf den Weg. Steckenflug stand auf dem Programm. Wir sind auf einen anderen Berg gefahren. Der Aufstieg zu Fuss war anstrengend. Die Aussicht auf den See und die umliegenden Berge war aber toll. Die Taktik, um das Streckenziel zu erreichen, war nicht ganz klar. Gespannt haben wir die ersten Protagonisten vom Boden aus beobachtet. Rolf hat als erster eine viel versprechende Variante aufgezeigt, indem er auf ein Aufdrehen beim Startplatz fast ganz verzichtet hat und sich an der gegenüber liegenden Wand hinaufkämpfte. Weitere Bärn Glider sind ihm gefolgt. Niemand konnte aber genügend überhöhen, um die Talüberquerung zu wagen. Einzig Kari hat die Strecke geschickt gemeistert und wurde zum Tagessieger erkoren.

Ich hatte als frisch brevetierter Pilot leider weniger Glück. Beim Thermikfliegen hatte ich einen Frontklapper. Erschrocken bin ich zurück zum Startplatz zum Toplanden. Einen Abendflug haben dann nicht mehr alle Teilnehmenden gemacht.

Am Sonntag nach dem Morgenessen, haben wir die Videos der Rückwärtsstarts von Samstag angeschaut. Alle Starts waren schon viel besser als die vom Freitag. Trotzdem heisst es weiter: üben, üben, üben.

sanfermobesprechungDer Wind war deutlich stärker als am Freitag und Samstag. Die Thermik war recht stark. MoMo musste sogar, um wieder Toplanden zu können, mit grossen eingeklappten Ohren fliegen. Etwa um 18:00 Uhr sind alle im Tal gelandet und haben die Reise zurück nach Bern angetreten. Vor dem Gotthart wären ca. 3 Stunden Stau angesagt. Wir haben uns aber frühzeitig für die Simplonstrecke entschieden. Die Fahrbahn war immer frei. Sogar beim Autoverlad haben wir eine „Punktlandung“ hingelegt. Eine Minute vor Abfahrt sind wir auf den Zug gefahren.

Müde aber mit vielen Erinnerungen blicke ich auf die tollen Tage mit den Bärn Gliders zurück.Danke an Andy, für die guten Flug- und Starttyps. Danke an Noemi, Giovina und MoMo für die Sandwichs und die obligaten Rüebli und Danke and die Ostschweizer Flugkollegen, für die Flugtyps und das gemütliche Beisammensein.

sanfermosandwichs

6.5.09 – Michael Waeber

One thought to “Trainingscamp San Fermo – Italien”

  • Rolf

    Es war ein super Flug Weekend ! Ein Dankeschön an die organisierenden MoMo und Noemi !

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