Wie wohl die Meisten von uns, wachte ich am Freitagmorgen in einer herrgottsfrühe auf und mit einem verschlafenen Blick auf meinen Wecker, fragte ich mich, wieso ich mir so etwas freiwillig antue. 🙂 Bereits um 06.00 Uhr versammelten wir uns beim Kurzparking am Hauptbahnhof um anschliessend mit zwei Kleinbussen in Richtung Süden aufzubrechen. Nach den sehr wechselhaften und unsicheren Wetterprognosen waren wir alle gespannt und hofften, dass wir das nötige Wetterglück haben werden. Das Verladen in Kandersteg, mit anschliessendem Überqueren des Simplons, erwies sich als richtige Routenwahl und so standen wir nur kurz vor Mailand im Osterstau. Um circa 14.00 Uhr erreichten wir nach Besichtigung der Landeplätze unser Hotel Baita Tosca auf dem San Fermo. Noch kurz die Koffer auf die Zimmer bringen und schon machten wir uns auf zu unserer Spielwiese für die nächsten vier Tage.

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Das Wetter spielte super mit, denn genau zu dem Zeitpunkt als wir beim Startplatz ankamen, nahm der zuvor sehr starke Wind ab und es herrschten super Bedingungen zum Groundhandlen, Thermikfliegen und Toplanden.

Wie jeden Abend genossen wir das Viergänge Menu, welches von Gianluca gekocht wurde.
Für Samstag waren die Wetterprognosen sehr schwer vorherzusagen. Nach einer Videoanalyse einiger Starts und Landungen des letzten Tages und einem kurzen Wetterbriefing befanden wir uns nun also wieder auf dem Startplatz. Der Himmel zu 8/8 bedeckt und so stellte sich die Frage: Wer macht den Anfang trotz der Gefahr den schwachen Schlauch zu verpassen und nach wenigen Minuten am mittleren Landeplatz zu stehen?
Vater und Sohn Joho liess sich nicht zweimal bitten und es stellte sich schnell heraus, dass es heute ein super Flugtag werden sollte. Nach mehreren kurzen bis mittellangen Flügen und etlichen Toplandungen genossen die meisten gegen Abend in Casazza eine Gelato oder gönnten sich ein Landebier.
Für Sonntag waren die Prognosen ähnlich wie am Vortag. Jedoch war uns der Wettergott diesmal nicht so hold gestimmt. Dies machte sich bereits bemerkbar als ich zum ersten Mal aus dem Fenster schaute: Über Nacht hatte sich circa 10 cm Neuschnee angesammelt und es schneite munter weiter.
Nach der Videoanalyse vom morgen und einigen interessanten Inputs übers Thermikfliegen machten wir uns zu einem italienischen Café auf um unser Frust in einer warmen dickflüssigen Schokolade zu ersäufen.
Am Nachmittag schauten wir alle zusammen einen Film von Yves übers Akrofliegen. Wer ihn noch nicht gesehen hat hier der Link: https://vimeo.com/122229270
Finde ihn wirklich hammermässig 🙂

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Danach war Alternativprogramm angesagt. Es wurde gejasst, gepokert, gefachsimpelt und gehofft, dass wir zum Abschluss unserer Tour wieder mehr Wetterglück haben mögen.
Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Die Thermikprognosen sahen vielversprechend aus und so kam es, dass wir bei total verschneitem Startplatz schon früh aufdrehen und sogar einen kleinen Task fliegen konnten. In der Höhe machte sich leider die Kälte sehr schnell bemerkbar. Die dickeren Handschuhe wären heute sicherlich von Vorteil gewesen.

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Leider mussten wir uns viel zu früh wieder in Richtung Schweiz verabschieden. Insgesamt war es ein super Wochenende bei dem wir alle viel gelernt haben und immer auf die tolle Unterstützung des flywithandy-Teams zählen konnten. Herzlichen Dank an Andy, Ramona, Marcel, Simone und Lisa.

Es wird wohl für viele nicht das letzte San Fermo Camp gewesen sein. 🙂

Bis Bald!

Marco

2 thoughts to “Trainingscamp San Fermo

  • Jürg Michel

    Super Bricht. Fröit mi, dass dr het gfauä.

    Dankä Marco.

    Bis hoffäntläch gli mau umä.

    Antworten
  • Fredy Mettler

    salü Marco – danke für dini Schriibbüez – es hett mi grad nomoll gschuderet – so guet hett mer`s taa!
    Ich cha dä Ewännt nume wiiterempfehle – Soviu flotti gleitigi KollegInne u kompetänti Lüüt am Funk – was wiusch no meh?

    Gruess vorr Oschtschwiiz
    Fredy

    Antworten

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