Die Wahl der Unterkunft fällt dieses Jahr auf die Cabane des Diablerets, oberhalb vom Col du Pillon. Entgegen den Wetterprognosen sind die Flugpläne Mitte Woche fantastisch. Leider verhindern aber die Freunde alter Kampfjets anlässlich des Flugplatzfestes St. Stephan einen Start vom Albristhorn und wir wollen uns ja nicht mit denen anlegen. Steht ja schliesslich so im DABS.

Früh treffen wir uns auf dem Zug und kommen in Kontakt mit der lokalen Bevölkerung und auch im Poschi werden Blicke mit anderen Passagieren ausgetauscht.

Vom Col du Pillon führt die schöne Wanderung Tschortsch, Klaus, Grosi, Thomas und Q-Si vorbei am Lac Retaud und Arnesee zu unserem Startplatz vom 1. Tag auf dem La Chaux auf 2261 MüM.

Der Wind passt, also los. Wir können ein bisschen soaren, ein paar fliegen ein bisschen länger, ein paar ein bisschen weniger lang, wie es halt so ist – aber geniessen tun’s alle, vor allem weil wir wissen, das Nemo nicht da ist.

Bis zur Hütte fliegt aber Niemand. Und als wir mit der Bahn oben ankommen, sind wir auch der Meinung, dass das nicht unbedingt empfehlenswert ist, Kabel, Felswand, Schotter, Lee.

Unermüdliche machen noch eine Wanderung zur Bergstation und zum Gletscher, Durstige widmen sich kühlen Getränken. Und dann, welch ein Zufall, kommt ein bekanntes Gesicht daher. Schon im Bus haben sicher einige gedacht; mit ihr würde ich gerne einmal Jassen. Sie erkennt einige von uns auch wieder.

Das eine ergibt dann das andere und schon bald sitzen wir zu viert am Tisch mit einem Jass. Nicht nur unsere neue Bekanntschaft Maria, auch Thomas haben noch nie gejasst. Also werden wir von Grosi und Klaus gecoacht. Wir geniessen die schön präsentierte Suppe, das äusserst leckere Ragout und den Wein des Hüttenwarts himself – Eric Pavillard. Zum Dessert gibt’s Kuchen und noch einen Jass zu Sechst.

Auch am Sonntag haben wir Wetterglück. Der Aufstieg führt von der Hütte zum Sex Rouge. Die Morgenstimmung und die Farben sind wunderschön.

Die Front hat sich verzögert und wir können alle nebeneinander auslegen und starten. Im ruhigen Gleiten über 1800 Höhenmeter fliegen wir bis nach Feutersoey, oder wie die Einheimischen sagen – Fötersö.

In paar Meter neben dem Landeplatz gibt es ein Lädeli und die Poschihaltestelle. Was gibt es Schöneres? Zum Beispiel ein strahlendes Gesicht! Als sich die Postautotüre öffnet, sitzt sie da, wie wenn sie auf uns gewartet hätte – Maria. Wir winken zum Abschied am Bahnhof in Gstaad und freuen uns auf’s nächste Hike & Fly!

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.