Montag

Fast lange im voraus geplant und doch sehr spontan ausgeführt. Die Anzahl Teilnehmer und zur Verfügung stehenden Autos waren erst Samstag Nachts definitiv. Kris, Presche, Remo und Lea fuhren gemeinsam mit einem super schnellen, coolen silbernen Pfeil aus Schaffhausen importiert in kurzen 12 Stunden zur Düne runter. Die Anreise begann für die einen sehr früh und für andere noch früher um drei Uhr morgens. Am Ende der Fahrt lagen bei fast allen die Nerven blank. Kein Wunder, wenn man die letzten 50km in 2.5 Stunden zurück legt und die auf den billigeren Rückbankplätzen entspannt den Rubicscube verdrehen. Naja, angekommen sind wir trotz allem und bezogen dann unsere Luxushütte mit Meersicht. Man konnte sogar die atlantischen Düfte im Innern wahrnehmen, da es nach toten Fischen stank. Das schreckte jedoch nicht ab und man ging noch kurz mit Schirm und einem riesigen Grinsen zum Strand zum “Fliegen”. So erschöpft wie wir waren hätte man auch anderes tun können zum Beispiel ein Abendessen organisieren. Halb verhungert suchten wir wieder das Bungalow auf. Die logische Konsequenz war nun ein Restaurant auf zu suchen, was sich als schwierig erwies da das meiste geschlossen war. Nach zwei Gourmetbuden und einem geschlossen Rat haben wir dann auch noch etwas brauchbares gefunden. Nun stand nur noch ein Bedürfnis aus schlafen. Es galt jedoch noch zu klären, welche zwei Herren die weniger schlimme Homophobie hatten. Die nun geschaffene Zimmereinteilung überstand keine Nacht, da Kris von Football träumte und Remo fand, dass es nicht nötig sei sich die Rippen brechen zu lassen, so schlief er auf dem Sitzbanksofa.

 

Dienstag

Die Windprognosen waren mit relativ starkem Nordwind nicht sehr viel versprechend gewesen. Die regionale Seebrise hatte aber den Tag durch die Ueberhand und vermochte es den Wind auf Nordwest zu drehen, so dass man am Tag sich hauptsächlich mit Groundhandling beschäftigte, sofern man nicht einen Schirm mit Leistung besass, mit dem man wunderbar Soaren konnte. Der Wind war zeitweise so stark, dass man nicht immer auf den Füssen durch den Sand gezogen wurde. Ob seitwärts, auf dem Bauch oder auf dem Rücken wir haben wirklich jede Position getestet. Auch toll war es den schirm so in den Wind zu stellen und barfuss die Düne hoch zu surfen. Ein solch besonderes Erlebnis haben wir natürlich genossen. Die Zeit verging wirklich wie im Flug, so dass wir erst bemerkten dass der Tag vorüber war als die Sonne ins Meer tauchte. Völlig erschöpft und ausgebrannt kochten wir uns ein feines Abendessen, das wir am Morgen im Intermarché eingekauft hatten. Daran haben auch der bernerische Tinu mit seiner Barbara teil genommen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

 

Mittwoch

Ein böses erwachen war zu erwarten. Die Muskeln an den Armen und Beinen entlang waren vom Gurtzeug und den Traggurten gequetscht und durchgescheuert.Auch die sandige Düne mit ihren mühsam begehbaren Wege liess unsere Muskeln spüren, dass sie gebraucht worden waren. Doch all das war vergessen spätestens nach dem zweiten mal aufziehen hatte man sich an die Druckpunkte gewöhnt. An diesem Tag hatte es besonders viele Schirme an der Soaringdüne so, dass oft ein lautes Fluchen und Schreien zu hören war. Ganz interessant war, wer schreit von wo, in welcher Sprache wen an. Bei genauerem hinhören konnte man auch Schweizerdeutsch ausmachen und erkannte den Dialekt den die Glarner sprachen.Tatsächlich war die Flugschule Robair auch unter den Campinggästen zu finden. So führte das zu neuen Bekanntschaften am Abend bei einem wohl verdienten Ferienbier.

 

Donnerstag

Leider verschlechterten sich die Windprognosen. Der Wind nahm ein wenig zu und die Seebrise verspätete sich, weil im Landesinneren eine Inversion herrschte. Wir nahmen uns deshalb etwas zurück mit früh aufstehen und machten mal wieder einen Grosseinkauf. Dieses mal war man zu faul um zur Düne zu laufen und benutzte einfach den Startplatz der sich 50m vom Bungalow entfernt befand. So konnte man rüber fliegen. Der etwas stärkere Wind war anfangs willkommen zum Soaren. Pesche war einer der Ersten und nutzte die Gelegenheit aus und flog mehrfach einen Sat. Bei späterem überlegen merkte man, dass das vielleicht nicht so schlau ohne Notschirm war aber es war ja noch reichlich Wasser zum Notlanden da ;-D. Die Windzunahme gegen den Nachmittag machte sich so bemerkbar, dass sogar Lea mit ihrem 16m² Twister im Wind beinahe stehen blieb. Zwischen Groundhandling und Soaren lag auch einmal das Pflichtbad im Atlantik drin, was eine super Erfrischung ist bei 19° Wassertemperatur.

 

Freitag

Hektik macht sich vor allem bei Abfahrtslaune in Kombination mit früh aufstehen und einer etwas ausgedehnteren Frankreichrundfahrt vor sich merklich schlecht. Das Bungalow zu reinigen war nicht jedem so wichtig dafür um so mehr den elenden Gestank los zu werden. Wieder mit den selben vier Nasen auf dem selben engen Raum war eine bekannte Situation und dauerte nur knappe 10 Stunden. Es sollten neue Warnschilder gemacht werden auf Pet-Flaschen die vor folgendem warnen: „ Trinken Sie nicht aus mir, wenn sie einen Lachanfall kriegen, falls jemand neben dran schweinisch laut rülpst. Sie könnten ersticken!!!“.

 

Fazit

Es waren sehr gelungene Ferien mit super Leuten und alle die nicht mitgekommen sind haben definitiv etwas verpasst. Wir alle haben unser Groundhandling und Starttechnik deutlich verbessert und neues erlebt. Der eine hat einen neuen Namen bekommen. Andere übten ihre Selbstbeherrschung beim Autofahren. Auch der etwas frühzeitig angetretene Heimweg wurde mit tollem schweizer Flugwetter belohnt :-D.

 

Remo

One thought to “Dune du Pyla”

  • Pesche

    Merci Remo für den Monsterbericht. Hat mir viel Spass gemacht mit euch dreien! Und neben Robair und Tinu mit Freundin waren ja auch noch Sue, die beiden Danis und Tommy mit ner Horde Berner Oberländer unterwegs. Numeno geil. Hab nicht gedacht, dass der Sandhaufen so vielseitig sein kann!

    Antworten

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.