Letzten Samstag trafen sich Pesche, Tschortsch, Reinhard und ich morgens um 9 Uhr am Bahnhof Bern, um gemeinsam nach Mürren zu einigen vorweihnachtlichen Flügen zu fahren.  Unterwegs ins vom Nebel dicht verhangene Oberland wurde nicht nur darüber diskutiert, wie Zugbremsen funktionieren sondern auch darüber gemunkelt, was für Bedingungen uns wohl in Mürren erwarten würden.

Denn je nachdem, welcher Prognose man glaubte, würden wir entweder von starken Windböen weggefegt werden, im Nebel ersticken oder aber uns einen Sonnenbrand holen.  Glücklicherweise traf nichts davon ein, obwohl letztere Prognose klar die zutreffendste war: Mürren erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein, kaum Wind (ausser dem obligaten Abwind am Startplatz natürlich…) und einem perfekt präparierten Startplatz.

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Für mich hiess es, mich nach der längeren Flugpause wieder an den Schirm zu gewöhnen.  Währenddessen übte Tschortsch fleissig die Spirale, Reinhard zog in der überraschend „warmen“ Winterluft gemütlich seine Kreise und Pesche turnte mit seinem nach eigenen Angaben gewaltig vertrimmten Schirm in der Luft herum wie ein junges Reh.

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Natürlich liessen wir es nicht bei einem Flug bewenden sondern wuchteten unsere kleineren und grösseren Ausrüstungen erneut in die Gondelbahn. Dabei fiel auf, dass das Gewicht der Ausrüstung seltsamerweise mit dem Alter der Piloten zusammenhing: Je jünger die Piloten, umso schwerer  und gleichzeitig voluminöser die Ausrüstung.  Die Interpretation dieser Feststellung sei jedem selbst überlassen… 🙂

Beim zweiten Flug erwartete uns eine Überraschung: Selbst am kürzesten Tag des Jahres bildete sich lokal etwas Thermik.  Zwar konnte nur Pesche diese so richtig ausdrehen, doch zumindest konnten wir alle den Flug verlängern und währenddessen die Aussicht auf die verschneiten Berggipfel geniessen.

Beim letzten Flug war schliesslich noch etwas Schabernack angesagt: Wir schafften es gerade noch in der Sonne zu starten, bevor der Schatten der Gipfel über den Startplatz fiel. Auf dem Flug nach unten gab es zahlreiche Annäherungsversuche auf Piloten-Art: Pesche berührte mit seinem Stabilo mein Flügelende, woraufhin ich ihm „zur Strafe“ oben auf den Schirm sass. Das ganze machte so viel Spass, dass es sogleich auch mit Tschortsch ausprobiert wurde, was auch mehr oder weniger gelang. 🙂

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Ein gelungener Winterflugtag also. Schiltgrat, wir kommen wieder!

Chris

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