Am 20. September 2019 waren einige Fahrzeuge auf den Strassen von Bern in südöstlicher Richtung unterwegs. Ziel: Die Wärme und Thermik der Dolomiten im Herbst. Namentlich waren dies das hoch-perfektionierte Tschortsch-Mobil, das pragmatische Bänz-Büssli, das berühmt-berüchtigte Daxi, der luxuriöse Etienne-Bus mit dem Ästhetik-Fehler an der Hecktüre, Familie Müller mit Wohnwagen und der Derungs-Leiterwagen.

Während ersteres bereits am Vortag gestartet war und unterwegs übernachtete und sich letzteres etwas später auf den Weg machte, startete der Rest in unheimlicher, dunkler Frühe an der Raststätte Grauholz um 5 Uhr morgens.

Als wir nach der siebenstündigen Fahrt das Fluggebiet ankamen und von einem Himmel voller Schirme begrüsst wurden, gingen die Bedürfnisse auseinander. Neben der klassischen Variante – Camping ausfindig machen und ab auf die Seilbahn – gab es die, die zuerst eine Pizza zur Stärkung brauchten, und jene, welche bereits auf dem Passo Sella ausstiegen und nach einem kurzen Aufstieg zu Fuss direkt fliegen gingen.

Kaum als am rappelvollen Startplatz das Funkgerät eingeschaltet wurde, waren auch Klaus, Karin und Andika zu hören, welche bereits mehrere Tage mit dem Camper unterwegs waren und sich uns spontan anschlossen.

Bis auf die Nachzügler, die uns dann am Landeplatz empfingen, konnten wir 1-2 Stunden wunderbare Herbstthermik erleben. Einzelne haben sich dabei so verausgabt, dass sie vor Erschöpfung und Dehydration gelbe Punkte zu sehen begannen, bevor wir auf einer riesigen Wiese, die im Talwind-Lee steht und offizieller Landeplatz ist, (mehr oder weniger) sicher landeten.

Nach dem Einrichten auf dem Campingplatz wurde dann in grosser Gruppe und aus verschiedenen Campern Pasta mit verschiedenen Saucen zubereitet – so konnte der lange aufgebaute Hunger gestillt werden. Dann wurde es richtig kalt und dunkel. Und Nemo fühlte sich dabei hinter Georgs Kopf so richtig wohl.

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